Kirchengemeinde Coppengrave
Kirchengemeinde Duingen
Capellenhagen Coppengrave Duingen Fölziehausen Weenzen

Hoffnungsbrief Nr. 56

Eingang: 21.04.2021, Veröffentlicht: 22.04.2021

Hoffnungsbrief Nr. 56
Liebe Gemeinde!

Aus rätselhaften Gründen liebe ich ungewöhnliche Wörter. Wörter, die heute kein Mensch mehr versteht, geschweige denn verwendet. Hanebüchen zum Beispiel. Oder blümerant. Wenn ich nach einem Stück Torte sagen würde: “Mir ist so blümerant.”, würden mich meine Neffen und Nichten wahrscheinlich nur verständnislos angucken. Aber mir zergeht dieses Wort auf der Zunge - und im Gegensatz zur Torte liegt es auch nicht schwer im Magen. Blümerant - das ist wie Blumenwiese nach Achterbahnfahrt oder ein Hauch Parfüm im vollbesetzten Zugabteil. Schade, dass solche Wörter vom Aussterben bedroht sind!

Auch das Wort “jubilieren” findet nur noch selten Verwendung. Die Jugendlichen von heute würden statt dessen wahrscheinlich “abfeiern” sagen, oder irgendein Wort, das ich noch gar nicht kenne. Aber irgendwie ist einem ja auch nicht nach jubilieren zumute in diesen Tagen. Das Auf und Ab mit dem Inzidenzwert hat auch etwas von Achterbahnfahrt, allerdings ohne Blumenwiese; und den sich ständig ändernden Coronaregeln kann kaum noch jemand folgen.

Wenn es an diesem Sonntag wie an jedem dritten Sonntag nach Ostern bei uns in der Kirche heißt: Jubilate! Also: Jubiliert, frohlocket! - dann kann ich es keinem übel nehmen, der sich über diese Aufforderung ärgert. Worüber soll man denn frohlocken in dieser Zeit? Wäre alles nach Plan gelaufen, dann wäre die Konfirmation in Weenzen dran gewesen am Sonntag Jubilate - und dass die verschoben werden musste, ist wahrlich kein Grund zum Frohlocken, so wie vieles andere auch.

Das, was Menschen heute bewegt, findet eher in dem neu erfundenen Wort “mütend” Ausdruck. Es beschreibt die Gefühlslage der Menschen nach über einem Jahr Pandemie, die nach unzähligen Schritten vorwärts und noch mehr Schritten rückwärts irgendwo zwischen müde und wütend liegt. Wenn einem die Worte fehlen, dann bleibt manchmal eben nur noch das: ein neues Wort zu erfinden. Mütend. Trotzdem halten wir in der Kirche an unseren alten Worten fest, und auch an der Reihenfolge der Sonntage. Wir verschieben den Sonntag Jubilate nicht auf das Ende der Pandemie, sondern wir feiern ihn auch jetzt; so, wie wir ihn zum Beispiel auch im 2. Weltkrieg gefeiert haben - und da gab es noch weniger Grund zum Jubeln als heute.

Mich hat, als ich jünger war, dieses unbedingte Festhalten an Traditionen und Abfolgen irritiert und manchmal auch geärgert. Ich erinnere mich noch gut an eine Situation während meiner praktischen Ausbildung im Predigerseminar, als wir als Kurs eine Woche im Kloster verbracht haben. An einem der Tage bekamen wir eine bestürzende Nachricht, die viele von uns sehr mitgenommen hat. Dennoch lief der Tag ab wie geplant, und auch die Gebetszeiten verliefen nach genau dem gleichen Muster wie an den Tagen zuvor. Ich hätte am Liebsten etwas gegen die Wand geworfen, so wütend hat mich das gemacht. Heute empfinde ich die Beständigkeit unserer kirchlichen Abläufe eher wie ein Anker in unruhigen Zeiten. Der Gedanke daran, wie viele Menschen sich in allem Auf und Ab ihres Lebens von diesem vertrauten Rhythmus haben tragen lassen, macht mich demütig und lehrt mich, mich selbst und meine momentan möglicherweise nicht ganz so komfortable Situation nicht so wichtig zu nehmen.

Und auch scheinbar Unpassendes und Überholtes kann neu in den Augenblick hinein sprechen. An Jubilate feiern wir die Schöpfung und die Neuschöpfung in der Auferstehung. Wir erinnern uns daran, dass uns ein neuer Himmel und eine neue Erde verheißen ist. Gott stellt seiner mütenden Menschheit die Hoffnung vor Augen. Neues kann wachsen, in Christus. Deshalb: Jubilate! Oder von mir aus: Feiert ab! Denn alles ist besser als zu resignieren.

Herzlichst, Ihre Zwischenzeitpastorin
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Wahl der Kirchenvorstandsvorsitzenden der Kirchengemeinde Coppengrave

Eingang: 16.04.2021, Veröffentlicht: 20.04.2021

Wahl der Kirchenvorstandsvorsitzenden der Kirchengemeinde Coppengrave
Das Foto wurde Coronabedingt aufbereitet


Nach § 40 der Kirchengemeindeordnung(KGO) der Ev.-Luth. Landeskirche Hannover werden die Vorsitzenden des Kirchenvorstandes in geheimer Wahl vom Kirchenvorstand für jeweils die Hälfte der Amtszeit(drei Jahre) gewählt. Diese Wahl stand wieder an.
Die Aufgaben des Vorsitzenden sind in der KGO § 41 aufgeführt: Der Vorsitzende des Kirchenvorstandes ist nur Erster unter Gleichen, d.h. der Vorsitzende hat nicht mehr Rechte, aber mehr Pflichten. Insbesondere ist er verantwortlich für die Ausführung aller Beschlüsse des Kirchenvorstandes. Dies ist oft arbeitsintensiv, da dies von die Kooperationsbereitschaft der Partner abhängig ist. Nach Weisung des Kirchenvorstandes führt er die täglichen Geschäfte und vermittelt den Schriftverkehr.
In der Kirchengemeinde Coppengrave ist es gute Tradition, dass die Vorsitzenden schon immer Ehrenamtliche mit langer Amtszeit sind, die Kontinuität - auch über Vakanzen hinweg - sicherstellen können.

In geheimer Wahl wurden einstimmig (keine Enthaltungen, keine Gegenstimmen) gewählt:
Vorsitzende: Petra Woscholski
Stv. Vorsitzende: Waltraud Basse

Mit der Wiederwahl führen zwei Vorsitzenden mit über 15 Jahren Erfahrung professionell die Geschäfte als Teil eines engagierten und kreativen Kirchenvorstandes zum Segen unserer Gemeinde weiter.
Wir gratulieren zur Wiederwahl.
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Hoffnungsbrief Nr. 55

Eingang: 15.04.2021, Veröffentlicht: 16.04.2021

Hoffnungsbrief Nr. 55

Liebe Gemeinde,

das Leitbild des heutigen 2. Sonntags nach Ostern ist “Der gute Hirte” aus dem Johannes-Evangelium mit dem dazu passenden Psalm 23. In vielen Gemeinden wurde bis 2019 an diesem Sonntag die Konfirmation gefeiert. Die Kirchen waren bis auf den letzten Platz besetzt. Die Familien haben stets ein oder zwei Kirchenbänke für sich reserviert bekommen. In den Gängen und vor dem Altar wurden zahlreiche Extraplätze mit Stühlen ergänzt. Und heute? Da findet keine Konfirmation statt. Schon zum zweiten Mal muss sie verschoben werden. Ich möchte das zum Anlass nehmen, über nicht gefeierte Geburtstage, Familienfeiern oder eben die Konfirmation nachzudenken. Was fehlt mir, wenn ich weder Weihnachten noch Ostern, weder Hochzeit noch Konfirmation im gewohnten größeren Rahmen begehen kann?
Mir fehlen besonders die Menschen, mit denen ich feiern, singen und beten möchte. Mir fehlt, dass meine Gäste, Verwandten und Freunde teilnehmen und sich mit mir freuen können. Selbst in Kriegszeiten sind Weihnachten und Ostern nie ausgefallen, jetzt schon.
Nur die frohe Botschaft bleibt: Christus spricht: Ich bin der gute Hirte. Meine Schafe hören meine Stimme und ich kenne sie und sie folgen mir; und ich gebe ihnen das ewige Leben.
Das klingt wie eine Stimme aus einer anderen Welt. Mir fällt ein Kinderlied ein, das leider 1995 aus dem neuen Ev. Gesangbuch verschwunden ist: Weil ich Jesu Schäflein bin, freue ich mich immerhin über meinen guten Hirten, der mich wohl weiß zu bewirten, der mich liebet, der mich kennt und bei meinem Namen nennt. (EKG 479)
Der kindliche, naive Glauben befremdet heute eher, als dass er eine Brücke von dieser Welt in jene schlagen könnte. Wer will schon als Teil einer Schafherde angesprochen werden? Mancher wird die Stimme Jesu dennoch vermissen: Ich bin der gute Hirte. Meine Schafe hören meine Stimme und ich kenne sie und sie folgen mir; und ich gebe ihnen das ewige Leben.
Wer will heute noch darauf hören? Wer folgt willig wie ein Schaf der herrlichen Stimme Gottes? Selbst wenn am Schluss der Himmel und das ewige Leben winken. Ich kann mir gut vorstellen, wie viele abwinken und über die Kirche lachen. Allzu sehr ist die Konfirmation als eine Emanzipation, eine völlige Abnabelung vom christlichen Glauben verstanden worden. Mündiges Christsein, dazu sagen wir alle “Ja‘‘, wenn wir aber damit jedes Gottvertrauen und alle Gewissheit verlieren? Im Grunde erleben wir immer öfter den Widerspruch zwischen dem, was wir sein wollen und dem, was die alten Bilder uns vor Augen gemalt haben. Das Bild vom guten Hirten und seiner Herde muss auf seinen Kern bezogen werden, d.h. auf Christus, nicht auf uns. Natürlich sind wir keine Herde von blökenden Schafen, die an der Kirchentür ihren eigenen Willen ebenso wie das selbstständige Denken ablegen. Es kommt darauf an, wie die klugen Tiere die Stimme des guten Hirten von anderen, irreführenden Stimmen zu unterscheiden. Die verführen oft zur Selbstüberschätzung. Das wahre Leben ist nicht unbedingt das, was ich mir vorstelle, sondern was Gott für mich haben will. Das zu entdecken, kann mich hoffen lassen. Schritt für Schritt kann ich vertrauen lernen, dass der Herr wirklich mein Hirte ist. Er wird mich auf den rechten Weg führen, wenn ich mich nur führen lasse.
Zusammenfassen lässt sich diese Hoffnung so: “Lieber Christ, du sollst kein Schaf sein, nur die Stimme deines guten Hirten erkennen.”

Ihr

Ihr Pastor Cornelius Meisiek
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Oase am Freitag in Guter Hirt

Eingang: 09.04.2021, Veröffentlicht: 13.04.2021

Oase am Freitag in Guter Hirt
Die Oase am Freitag fand wegen Karfreitag eine Woche später in der kath. Kirche Guter Hirt statt.
Frau Werner und Herr Werner hatten als Thema Jona gewählt und mit einem Lichtbildvortrag vorbereitet. Dabei wurde deutlich, dass der Jona in jedem von uns steckt. Die Besucher beteiligten sich rege und erzählten aus ihre Erfahrungen und Erlebnissen, vom Weglaufen, falschem Handeln, in einer Blase leben und Umkehr.

Die nächste Oase am Freitag findet in der St. Franziskuskirche in Coppengrave am 7. Mai um 18 Uhr statt.
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Ostermontagsgottesdienst in der St. Franziskuskirche

Eingang: 05.04.2021, Veröffentlicht: 11.04.2021

Ostermontagsgottesdienst in der St. Franziskuskirche
Ostermontag um 11 Uhr feiert die Kirchengemeinde Coppengrave ihren traditionellen Ostergottesdienst. Ostern 2020 konnten keine Präsenzgottesdienste gefeiert werden, dies war dieses Jahr wieder eingeschränkt möglich. Der Gottesdienst wurde von Pastor Dr. Meisiek gehalten. Musikalisch wurde der Gottesdienst von Petr Chrastina an der Orgel und drei Solisten begleitet. Gemeindegesang und der Auftritt des Duinger Kirchenchores waren leider nicht möglich. Am Ausgang gab es ein leines Give-Away, welches der Kirchenvorstand Coppengrave anfertigte.
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Osternestaktion in der Kirchengemeinde Coppengrave

Eingang: 04.04.2021, Veröffentlicht: 10.04.2021

Osternestaktion in der Kirchengemeinde Coppengrave
Vor Ostern wurden 600 Osterbriefe in Capellenhagen, Fölziehausen, Coppengrave und Weenzen verteilt. Diese enthielten die Andacht zum Karfreitag und die Andacht zum Ostersonntag. Für die Kinder war ein Brief für die Osteraktionen am Sonntag beigelegt. Auch ein Puzzleteil war enthalten.
Da in Coronazeiten die Kinder am meisten Leiden, hatte sich die Kirchengemeinde Coppengrave Ostern für die Kinder Aktionen überlegt, bei denen die Abstandsregeln und Ansammlungsverbote eingehalten werden.

Osternester wurden vorbereitet und in Capellenhagen, Fölziehausen und Weenzen an der Kapelle aufgestellt. In Coppengrave stellten viele Helfer 18 Osternester im Dorf auf.
Beim Osterspaziergang mit der Familie besuchten die Kinder die Osternester. Jedes Kind durfte sich ein Teil aus dem Nest nehmen. Auch wurden Ostereierbilder ausgemalt und vor der Kirche/Kapelle aufgehängt.
An der St. Franziskuskirche mussten die Ostereier in einem großen Nest im Heu gesucht werden.
An einigen Nestern waren Rätselfragen angebracht. Die Lösung war am späten Nachmittag im Schaukasten nachzulesen. Im Schaufenster der Bäckerei Hermes war ein Glas mit Ostereiern gefüllt. Hier galt es zu raten, wieviele Eier im Glas waren. Die richtige Lösung war 232.
In Coppengrave war auf dem Weg und an der Köhlerhütte auch eine Kreativaktion: Aus Zweigen, Blättern und anderen Naturmaterialien sollten die Kinder Ostereier legen und uns ein Foto zusenden. Fotos der Ostereier von Familie Dehmel und Familie Grande sind in der Fotogalerie zu sehen.
Auch waren Osterhasen in Coppengrave unterwegs.
Bei der Puzzleaktion konnten nur zu 20% der Puzzleteile zusammengebracht werden.
In der St. Franziskuskirche wurden die Osterimpulse für Gründonnerstag, Karfreitag und Ostersonntag gezeigt.
Wir freuen uns, dass wir weit über hundert Kindern und Erwachsenen eine Freude mit der Aktion bereiten konnten.

Vielen Dank an alle Helfer für die gelungene Aktion.
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Osternacht in Duingen mit Gemeindegesang

Eingang: 04.04.2021, Veröffentlicht: 10.04.2021

Osternacht in Duingen mit Gemeindegesang
Um 6 Uhr früh war es noch dunkel. Kerzen erleuchteten den Weg zum Friedhof hinter der Katharinenkirche. Dort erleuchtete das Licht der Feuerschale den Platz.
Küster Peter Seip hatte einen Altar, Keyboard und Pult schon deutlich früher aufgestellt.
Frau Ladwig führte durch den Gottesdienst. In der Ansprache zeichnete Sie den Weg von von der Genesis bis zur Auferstehung. Als Tauferinnerung goß Sie Waser aus der Taufkanne in die Schale und verteilte das Wasser mit schnellen Handbewegungen. Küster Peter Seip zündete die Osterkerze an.
Erfreulich war, dass die Gemeinde die Lieder auf den Liedzetteln unter der Maske mitsingen konnte. Da das Morgenlicht zunehmend heller wurde, fiel das mitsingen auch ohne Orgelbegleitung leichter.
Nach dem Gottesdienst trug Pastorin Ladwig die Osterkerze in die Kirche und entzündete die Altarkerzen. Die Besucher folgten in die Kirche.
Corona-bedingt gab es kein gemeinsames Frühstück, aber jeder Besucher erhielt eine Osterkerze und einen abgepackten Osterhasen, den der Duinger Kirchenvorstand gemeinsam gebacken hatte.
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Hoffnungsbrief Nr. 54

Eingang: 09.04.2021, Veröffentlicht: 09.04.2021

Hoffnungsbrief Nr. 54

Liebe Gemeinde,

nach Ostern geht es weiter. Es geht weiter mit der Osterbotschaft. Mit der Hoffnung auf neues Leben nach Sterben und Tod. Wie es im Wochenspruch für die kommende Woche heißt:
“Gelobt sei Gott, der Vater unseres Herrn, Jesus Christus, der uns nach seiner großen Barmherzigkeit wiedergeboren hat zu einer lebendigen Hoffnung durch die Auferstehung Jesu Christi von den Toten.”

Ja, das Leben auf dieser Welt geht weiter. Es geht weiter mit dem Frühlingserwachen. Und es geht weiter mit den Einschränkungen durch die Coronapandemie, mit der Unsicherheit über die Wirkungsdauer und die Nebenwirkungen der Impfstoffe, mit erschöpften Menschen in Pflege und Medizin. Und es geht weiter mit schweren Krankheiten, Leid, Tod und Traurigkeit. Alles liegt so eng beieinander. Freude und Leid, Glaube und Zweifel, Frohe Botschaft und Schreckensnachricht, österlicher Friede und häusliche Gewalt. Diese Spannungen nehme ich wahr. Das macht mich manchmal müde und kraftlos.

Da finde ich mich wieder bei den Jüngern Jesu, die nach seiner Auferstehung an den See Tiberias zurückkehrten. Sie waren hin und her gerissen zwischen der frohen Botschaft und der Perspektivlosigkeit ihres Alltages. Jesus sieht ihre Not und zeigt sich den verzagten Jüngern. Er hilft ihnen. Spricht und isst mit ihnen, ist ihnen Nahe. Er hat sie ermutigt und gestärkt, ihnen neue Hoffnung geschenkt. Sie wissen nun Jesus ist auferstanden. Er ist an ihrer Seite. Nun können sie glauben. Die Jünger haben ihr erstes Ostern erlebt, haben Mut und Kraft für einen Neuanfang gefunden und die Frohe Botschaft in die Welt getragen.

Jesus möchte auch an unsere Seite kommen.
Lassen auch wir uns von der österlichen Botschaft ansprechen, die uns eine lebendige Hoffnung schenkt, sodass wir leben können wie neugeboren und gehalten in der Barmherzigkeit Gottes.
Eine Hoffnung, die stärker ist als die finsteren Mächte, stärker als der Tod.
Eine Hoffnung, die uns Kraft verleiht auch in schweren Zeiten nicht aufzugeben.
Eine Hoffnung, die uns einstimmen lässt in Lob und Dank für alles Gute in unserem Leben.
Vielleicht mit den Worten aus einem Lied von Diethelm Strauch:
“Seid fröhlich in der Hoffnung, beharrlich im Gebet, standhaft in aller Bedrängnis.
Macht einander Mut, ladet gerne Gäste ein, sagt es allen, dass Jesus sie liebt.
Euer Leben soll ein Zeichen der Hoffnung sein, der Hoffnung für diese Welt,
weil Jesus vom Tod auferstanden ist und sie in den Händen hält."


Bleiben Sie behütet

Ihre Lektorin
Petra Woscholski
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Karsamstagabend: Vorbereitung für Ostersonntag

Eingang: 03.04.2021, Veröffentlicht: 09.04.2021

Karsamstagabend: Vorbereitung für Ostersonntag
Vor Einbruch der Nacht hat der Kirchenvorstand das Kreuz, welches am Karfreitag aufgestellt wurde, mit Osterglocken aufblühen lassen, als Zeichen der Auferstehung von Christus.
Auf der Mauer wurden Osterglocken aufgestellt und Befestigungsmöglichkeiten für die Aktion Ostereier anmahlen am Ostersonntag geschaffen.
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Karfreitag an der St. Franziskuskirche

Eingang: 02.04.2021, Veröffentlicht: 09.04.2021

Karfreitag an der St. Franziskuskirche
Karfreitag hatte die Kirchengemeinde Coppengrave zum Gottesdienst in die Katharinenkirche eingeladen.
Auch war der Kirchenvorstand vor der St. Franziskuskriche aktiv:
Das große Birkenkreuz wurde aufgestellt. Eine Schale mit Sorgensteine war bereitgestellt, damit die Besucher einen Stein an das Kreuz legen konnten und ihre Sorgen vor Gott bringen konnten.
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Oase am Freitag am 9. April um 18:30!

Eingang: 08.04.2021, Veröffentlicht: 08.04.2021

Oase am Freitag am 9. April um 18:30!
Die Oase am Freitag findet um 18:30 Uhr statt!

Zeit: Fr 9. April um 18:30
Ort: Kath. Kirche Guter Hirt in Duingen

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Karfreitag in der Katharinenkirche

Eingang: 02.04.2021, Veröffentlicht: 07.04.2021

Karfreitag in der Katharinenkirche
Der Karfreitagsgottesdienst wurde dieses Jahr in der Katharinenkirche gefeiert. Pastor Dr. Meisiek leitete den Gottesdienst. Die Gemeindemitglieder die keine Gelegenheit hatten, konnten die Karfreitagsandacht zu Hause mitfeiern.
Die Kerzen am Altar sind am Karfreitag gelöscht und werden am Ostersonntag wieder angezündet. Ebenso schweigen die Glocken bis Ostern.
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Tischabendmahl to Go am Gründonnerstag

Eingang: 01.04.2021, Veröffentlicht: 06.04.2021

Tischabendmahl to Go am Gründonnerstag
Tischabendmahl in der St. Franziskuskirche feiern wir normalerweise an Tischen im Altarraum. Aufgrund der Abstandsregeln hatte der Kirchenvorstand Tischchen an den Bänken aufgestellt. Traubensaft in kleinen Flaschen und verpackte Oblaten lagen hygienegerecht auf den Tischchen und Bänken, da das Abendmahl nur mit Abstand eingenommen werden konnte. Pastorin Anne-Christin Ladwig leitete den Gottesdienst. Nach den Einsetzungsworten konnten die Besucher das Abendmahl an ihrem Platz einnehmen oder es nach Hause mitnehmen. Auch wurde das Abendmahl mitgenommen für Angehörige, die den Gottesdienst nicht besuchen konnten.
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Ostergruß

Eingang: 04.04.2021, Veröffentlicht: 04.04.2021

Ostergruß

Ein frohes und gesegnetes Osterfest 2021 wünscht der Kirchenvorstand Coppengrave.

Das folgende Video kann mit PLAY(Dreieck) abgespielt werden:

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Osterimpuls am Ostersonntag: Todesüberwindung

Eingang: 04.04.2021, Veröffentlicht: 04.04.2021

Osterimpuls am Ostersonntag: Todesüberwindung
Das obige Bild zeigt einen Aussschnitt aus dem Video.

Das folgende Video zeigt den Osterimpuls am Ostersonntag: Todesüberwindung:.

Das folgende Video kann mit PLAY(Dreieck) abgespielt werden:



Das folgende Video zeigt den Osterimpuls am Karfreitag: Todesannahme:.

Das folgende Video kann mit PLAY(Dreieck) abgespielt werden:

Das folgende Video zeigt den Osterimpuls am Gründonnerstag: Todesangst:.

Das folgende Video kann mit PLAY(Dreieck) abgespielt werden:


Die Kirchengemeinde Coppengrave dankt Herr Gilsbach für die Genehmigung diese Osterimpulse auf unserer Gemeindehomepage zeigen zu dürfen.
Das Video diese Osterimpulses zum Karfreitag trägt den Titel: "Todesannahme".
Mitwirkende: Text: Markus von Hagen, Pantomime: Christoph Gilsbach, Kamera: Nina Romming

Corona-bedingt dürfen Künstler seit über einem Jahr nicht mehr auftreten und haben kein Einkommen. Wenn Sie die Arbeit der Künstler unterstützen und wertschätzen möchten, können Sie die Künstler mit einer Spende unterstützen und helfen die Kosten für diese und weitere Arbeiten zu tragen.
Für Ihre Spenden bitte folgende Kontodaten verwenden:
Konto: Markus von Hagen
IBAN: DE97 4006 0560 0001 5480 18
BIC: GENODEF 1S08
Verwendungszweck: Spende Osterimpuls 2021

Wenn Sie mehr über die Künstler erfahren oder Ihnen Feedback geben möchten , besuchen Sie deren Homepage www.gilsbachdasleben.de.

Hoffnungsbrief Nr. 53

Eingang: 03.04.2021, Veröffentlicht: 03.04.2021

Hoffnungsbrief Nr. 53
Für die Osterzeit werden statt des Hoffnungsbriefes zwei Andachten für Karfreitag und Ostersonntag bereitgestellt.
Falls Sie die Gottesdienste am Karfreitag oder die Osternnacht nicht besuchen können, wird am Gründonnerstag die Andacht zum Karfreitag von Pastor Dr. C. Meisiek und am Samstag die Andacht zum Ostersonntag von Pastorin Anne-Christin Ladwig veröffentlicht.

Die Andacht für Karfreitag kann zum Druck als PDF heruntergeladen werden.
Die Andacht für Ostersonntag kann zum Druck als PDF heruntergeladen werden.
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Andacht zum Ostersonntag (Teil des Hoffnungsbriefes Nr. 53)

Eingang: 03.04.2021, Veröffentlicht: 03.04.2021

Andacht zum Ostersonntag  (Teil des Hoffnungsbriefes Nr. 53)
Für die Osterzeit werden statt des Hoffnungsbriefes zwei Andachten für Karfreitag und Ostersonntag bereitgestellt.
Falls Sie die Gottesdienste am Karfreitag oder die Osternnacht nicht besuchen können, wird am Gründonnerstag die Andacht zum Karfreitag von Pastor Dr. C. Meisiek und am Samstag die Andacht zum Ostersonntag von Pastorin Anne-Christin Ladwig veröffentlicht.

Die Andacht für Karfreitag kann zum Druck als PDF heruntergeladen werden.
Die Andacht für Ostersonntag kann zum Druck als PDF heruntergeladen werden.

Hoffnungsandacht zum Ostersonntag



Wer mag,
zünde sich eine Kerze an, als Zeichen
Jesus Christus, das Licht der Welt,
ist bei uns -
auch wenn die Zeiten
dunkel sind. Denn:

Der Herr ist auferstanden
- Halleluja.
Er ist wahrhaftig auferstanden
- Halleluja!



Wir feiern Andacht am Ostersonntag - jeder für sich, aber in Gedanken verbunden.

Unsere Kirchenglocken läuten, um uns zu erinnern: Auch wenn wir nicht zusammen kommen können, ist Christus mitten unter uns, wenn wir zu ihm beten:
Gott, ich bitte dich an diesem Osterfest um eine große Portion Trotz:
Damit wir Ostern feiern gegen die Umstände. Damit wir das Leben feiern, gerade weil uns im Moment bewusst ist, wie zerbrechlich es ist. Damit wir uns deiner Nähe gewiss sind, auch wenn wir Abstand halten müssen von denen, die uns lieb sind und deren Nähe wir uns ersehnen. Lass uns an diesem Osterfest spüren, dass du das Leben willst und nicht den Tod. Mach uns stark für das Leben - damit wir aufstehen können, um es zu leben. Amen

Lied (im Herzen zu singen):


Aus der Zwiebel wird die Blume, aus dem Samenkorn ein Baum; in Kokons versteckte Hoffnung: Schmetterlinge frei im Raum. Und im Schnee und Eis des Winters träumt der Frühling seinen Traum, unentdeckt, bis seine Zeit kommt; Gott allein gibt ihm Raum.

In der Stille wacht ein Lied auf, sucht nach Wort und Melodie; Nacht und Dunkel weicht dem Morgen; hoffnungsvolle Harmonie. Aus dem Gestern fließt die Zukunft; was sie bringt, ist jetzt Vision; unentdeckt, bis ihre Zeit kommt; Gott allein kennt sie schon.

Unser Ende ist ein Anfang; unsre Zeit birgt Ewigkeit. Aus dem Zweifel steigt der Glaube, aus dem Staub Unsterblichkeit. Aus dem Tod folgt Auferstehung und das Ende ist Gewinn, unentdeckt, bis seine Zeit kommt; Gott allein kennt den Sinn.

Gedanken zum Ostertag


Es ist Ostern - aber noch niemand weiß es. Stille liegt über Jerusalem, als die Frauen sich auf den Weg machen, hin zu dem Grab, in dem sie den Körper ihres geliebten Freundes zurücklassen mussten. Der Morgendunst liegt noch über den Berghängen, und zaghaft beginnen die ersten Vögel zu singen. Die Frauen halten den Blick gesenkt. In Gedanken versunken sind sie, gefangen von Trauer, gefangen in dem, was gewesen ist. Erst als sie am Grab ankommen, heben sie den Blick - und sehen, dass der Stein, der das Grab verschloss, nicht mehr an seinem Platz liegt. Hinter ihnen geht die Sonne auf. Die ersten Sonnenstrahlen wandern auf der Felswand entlang … und fallen durch die Lücke im Fels hinein in das Grab. Kleine Lichtpunkte breiten sich auf dem Boden aus - und bringen die Hoffnung zum Leuchten.

Es ist Ostern - aber immer noch ist alles anders als sonst. Die Osterfeuer haben wieder nicht geleuchtet in der Nacht, und ich merke, wie sehr mir das fehlt - nicht nur, weil wir als Feuerwehr bei mir daheim jedes Jahr diese besondere Veranstaltung ausrichten. Was für mich an Weihnachten die Kirchenglocken sind, die einen Klangteppich über das ganze Land ziehen, um die Geburt Jesu Christi zu verkünden, das sind für mich zu Ostern diese Feuer: Überall sieht man sie leuchten, in jedem Dorf. Der Feuerschein ist weit über die Felder zu sehen und verkündet, was wir an Ostern feiern: dass die Nacht nicht dunkel bleibt. Dass das Licht der Welt nicht totzukriegen ist. Dass auch das, was wir begraben müssen an Liebe und Hoffnung, an Träumen und Zukunft, ein Teil unseres Lebens bleibt und eines Tages wieder ans Licht kommen wird. Aber dieses Jahr leuchten die Osterfeuer nun wieder nicht, und es tröstet mich wenig, dass wir sie vielleicht nachholen dürfen irgendwann im Laufe des Jahres, wenn wir die Pandemie endlich im Griff haben. Ein Osterfeuer im Herbst ist wie ein Weihnachtsmann im Frühling, und wenn es dann auch noch “Brauchtumsfeuer” genannt wird, kann ich da auch ganz drauf verzichten. Aber es wird mir fehlen - so wie noch vieles andere fehlen wird an diesem Osterfest. Aber Ostern ist es trotzdem, weil die Osterbotschaft nicht an all` diesen Dingen hängt. Sie bahnt sich ihren Weg auch ohne unser Zutun und ohne alle äußeren Formen, in die wir sie normalerweise packen. Die gleiche Kraft, die den Stein wegrollte, der das Grab verschloss, lässt es Ostern werden, immer wieder, im Großen wie im Kleinen.

Ostern heißt für mich, dass das Leben siegt, auch wenn alles dagegen spricht. Es bahnt sich einen Weg, gegen alle Widerstände an und durch die Dunkelheit hindurch. Und auch wenn es uns oft zerbrechlich, gefährdet und schwach erscheint, wohnt ihm eine Kraft inne, die einfach nur erstaunlich ist. Gerade jetzt, im Frühling, können wir das erleben. Die Natur erwacht, Knospen springen auf, Farben leuchten - und aus der dunklen Erde wachsen kleine grüne Spitzen dem Licht entgegen. Auch sie bahnen sich ganz unbeirrt ihren Weg, und wenn im Herbst die Gärtnerhand die Zwiebel ausversehen falsch herum in die Erde gelegt hat, dann wächst der Keim einfach einmal um die Zwiebel herum. Er findet den Weg zum Licht - trotz allem. Ja, die Osterfeuer fallen dieses Jahr aus. Aber Ostern ist trotzdem, und in unseren Kirchen werden wir die Osterkerzen wie jedes Jahr anzünden. Die Osterkerzen, die uns mit ihrem Feuer das ganze Jahr daran erinnern, dass das Licht der Welt leuchtet - allen Widernissen zum Trotz.

Es ist Ostern - anders als sonst, aber mein Herz weiß es trotzdem - und malt Hoffnungsbilder: Eine grüne Blattspitze, die sich den Weg durch die Erde erkämpft hat. Eine Hand, die mein Gesicht streichelt und Arme, die mich fest umfassen. Ein Lichtstrahl, der in die Grabeshöhle fällt. Amen

Fürbitte


Jesus Christus, du bist auferstanden - und wir bitten dich:
Dass dein Licht unsere Nacht durchdringt und unser Leben hell macht. Dass deine Liebe uns wärmt und uns aus unserer Erstarrung löst. Dass deine Lebendigkeit uns die Angst nimmt vor dem, was das Leben bedroht. Lass dein Licht scheinen - dorthin, wo Menschen es brauchen: wo sie isoliert sind - wo sie um Leben kämpfen, das eigene oder das fremde - wo sie den Betrieb aufrecht erhalten, oft über die eigenen Kräfte hinaus, in den Krankenhäusern, Pflegeheimen, Supermärkten und Familien. Gott, dein Licht schicken wir in Gedanken zu den Menschen, die uns lieb und teuer sind: ... .
Alles, was uns noch auf dem Herzen liegt, nehmen wir mit hinein in die Worte, die Jesus Christus uns gelehrt hat:
Vater unser im Himmel. Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme. Dein Wille geschehe wie im Himmel so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen,
denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.
Amen


Gott segne dich und behüte dich. Gott lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig. Gott erhebe sein Angesicht auf dich und schenke dir - und mit dir seiner ganzen Welt Frieden. Amen


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Osterimpuls am Karfreitag: Todesannahme

Eingang: 02.04.2021, Veröffentlicht: 02.04.2021

Osterimpuls am Karfreitag: Todesannahme
Das obige Bild zeigt einen Aussschnitt aus dem Video.

Das folgende Video zeigt den Osterimpuls am Karfreitag: Todesannahme:.

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Die Kirchengemeinde Coppengrave dankt Herr Gilsbach für die Genehmigung diese Osterimpulse auf unserer Gemeindehomepage zeigen zu dürfen.
Das Video diese Osterimpulses zum Karfreitag trägt den Titel: "Todesannahme".
Mitwirkende: Text: Markus von Hagen, Pantomime: Christoph Gilsbach, Kamera: Nina Romming

Corona-bedingt dürfen Künstler seit über einem Jahr nicht mehr auftreten und haben kein Einkommen. Wenn Sie die Arbeit der Künstler unterstützen und wertschätzen möchten, können Sie die Künstler mit einer Spende unterstützen und helfen die Kosten für diese und weitere Arbeiten zu tragen.
Für Ihre Spenden bitte folgende Kontodaten verwenden:
Konto: Markus von Hagen
IBAN: DE97 4006 0560 0001 5480 18
BIC: GENODEF 1S08
Verwendungszweck: Spende Osterimpuls 2021

Wenn Sie mehr über die Künstler erfahren oder Ihnen Feedback geben möchten , besuchen Sie deren Homepage www.gilsbachdasleben.de.

Andacht für Karfreitag (Teil des Hoffnungsbriefes Nr. 53)

Eingang: 01.04.2021, Veröffentlicht: 01.04.2021

Andacht für Karfreitag (Teil des Hoffnungsbriefes Nr. 53)
Für die Osterzeit werden statt des Hoffnungsbriefes zwei Andachten für Karfreitag und Ostersonntag bereitgestellt.
Falls Sie die Gottesdienste am Karfreitag oder die Osternnacht nicht besuchen können, wird am Gründonnerstag die Andacht zum Karfreitag von Pastor Dr. C. Meisiek und am Samstag die Andacht zum Ostersonntag von Pastorin Anne-Christin Ladwig veröffentlicht.

Die Andacht für Karfreitag kann zum Druck als PDF heruntergeladen werden.
Die Andacht für Ostersonntag kann zum Druck als PDF heruntergeladen werden.

KARFREITAG ZUHAUSE


Legen Sie eine Bibel, eine angezündete Kerze und, wenn Sie haben, auch ein Kreuz auf einen Tisch.
Kommen Sie innerlich zur Ruhe.

Eröffnung:
“So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben.” Diesen Vers hören wir zu Weihnachten und hören ihn wieder am Karfreitag. Weihnachten kam Gottes Sohn in die Welt, Karfreitag hat er das irdische Ziel erreicht. Das Kreuz. Am Ziel und doch verlassen. Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?
Wir feiern Gottesdienst im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.


Lied: EG 87 Du großer Schmerzensmann
1. Du großer Schmerzensmann, vom Vater so geschlagen,
Herr Jesu, dir sei Dank für alle deine Plagen:
für deine Seelenangst, für deine Band und Not,
für deine Geißelung, für deinen bittern Tod.

2. Ach das hat unsre Sünd und Missetat verschuldet,
was du an unsrer Statt, was du für uns erduldet.
Ach unsre Sünde bringt dich an das Kreuz hinan;
o unbeflecktes Lamm, was hast du sonst getan?

3. Dein Kampf ist unser Sieg, dein Tod ist unser Leben;
in deinen Banden ist die Freiheit uns gegeben.
Dein Kreuz ist unser Trost, die Wunden unser Heil,
dein Blut das Lösegeld, der armen Sünder Teil.
Text: Adam Thebesius (1652) 1663
Melodie: Martin Jan (1652) 1663
Liebe Gemeinde,

am heutigen Karfreitag möchte ich Ihnen mein persönliches Lieblingslied nahebringen. Es ist voller Innigkeit und hat eine eingängige Melodie, die uns diesen Tag in seinem doppelten Geschehen nahebringt. Für Jesus das bittere Ende seines Erdenlebens, aber doch die Erfüllung seines Auftrages, uns etwas abzunehmen, was wir selbst nicht leisten können.

Goethe lässt am Ende seines Buches “Faust” folgende Moral stehen: “Wer strebend sich bemüht, den können wir erlösen!” Es ist eine Moral, die Gott und den Menschen in Einklang zeigt, beide am gleichen Strang ziehend. Für viele Menschen ist das Gerechtigkeit, dass sich derjenige, der sich im Leben um das Gute bemüht hat, nicht untergeht, sondern erlöst wird. In unserem christlichen Glauben ist aber jede Mitwirkung des Menschen ausgeschlossen. Schon die zweite Strophe zeigt uns, wer die Schuld am Tode Jesu trägt: “Ach das hat unsere Sünd und Missetat verschuldet, was du an unsrer Statt, was du für uns erduldet.” Ganz ähnlich wie viele andere alte Passionslieder geht unser Passionslied vom Gedanken des Sühnetodes aus. Der Sühnetod verbindet den sterbenden Jesus mit dem Erlösten so, dass der Erlöste den Grund für den Sühnetod Jesu darstellt. Ganz konsequent singen wir weiter: “Ach unsre Sünd bringt dich ans Kreuz hinan.” Dieser Gedanke, dass ich der bin, für den Jesus gestorben sei, ist dem modernen Menschen unerträglich. Deswegen haben etliche moderne Theologen sich völlig vom Gedanken des Sühnetodes verabschiedet.

Aber einer muss doch schuld sein am Tode Jesu? Dieser Gedanke hat nun die üble Folge, dass die Juden ins Kreuzfeuer geraten. Sie schrien das “Kreuzige”, als Pontius Pilatus den vom jüdischen Hohen Rat angeklagten Jesus dem Volk zeigte, und ihm nahelegte ihn zu begnadigen, da, wie Pilatus offen sagte: ich keinerlei Schuld an ihm finde. Dass wir weder den Juden allgemein noch bestimmten historischen Juden - wie z. B. dem Vorsitzenden des Hohen Rates Kaiphas - die Schuld geben, verbietet sich nach Auschwitz von selbst. Dass es aber nur ein Trick war, den Pontius Pilatus anwandte, um als oberster Richter und durchaus zu Grausamkeiten fähig, von seiner Verantwortung für Kreuzigungen abzulenken, ist unwahrscheinlich. Die Kreuzigungsmethode ist typisch römisch und wurde an allerlei Aufrührern und Unruhestiftern häufig vollstreckt. Der jüdische Theologe Pinchas Lapide hat bemerkt, dass die frühe Christenheit, wenn sie im Römischen Reich je Erfolg haben wollte, kaum ihren Jesus als Opfer eines römischen Justizirrtums oder eines bewussten Mordes beschreiben konnte. Sonst wäre die Verfolgung der Christen als Staatsfeinde wohl bis in Ewigkeit bestehen geblieben.

Ich nehme daher den Faden des traditionellen Glaubens wieder auf: den Gedanken des Sühnetodes. Luther und sämtliche andere Reformatoren stehen dahinter. Alles, was auf Golgatha geschehen ist, hat mit mir und uns heute zu tun, weil es um unseretwillen geschah. Der Kreuzestod, so fern er uns heute auch erscheinen mag, ist eben jene fremde Gerechtigkeit Gottes, die mich allein rechtfertigen kann. Sich mit Gott zu versöhnen, das kann keiner für sich selbst erreichen. Denn keiner von uns ist nur gut, kein Mensch ist vor Gott gerecht. Erlöst werden kann nur, wer allein auf Gottes Gerechtigkeit vertraut. Es gilt allein der Glaube, allein Christus. Der Mensch handelt als Sünder, Gott allein als Retter.

In der fünften Strophe heißt es: “Dein (Jesu) Angst komm uns zugut, wenn wir in Ängsten liegen; durch deinen Todeskampf lass uns im Tode siegen.” Wir liegen seit die Seuche wieder regiert wahrlich in Ängsten. Wir sorgen uns weniger ums Seelenheil als um Gesundheit und weitere Lebensjahre. Unser Glaube hat keine magische Qualität, die das Virus abwehren kann, aber die geistliche Qualität, um besonnen, liebevoll und lebenstüchtig zu bleiben. Alles hat seinen guten Sinn, wenn wir an das Wort des heutigen Tages denken (Joh 3,16): Also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben. Amen.


Lied: EG 87 Du großer Schmerzensmann
4. O hilf, dass wir auch uns zum Kampf und Leiden wagen
und unter unsrer Last des Kreuzes nicht verzagen;
hilf tragen mit Geduld durch deine Dornenkron,
wenn’s kommen soll mit uns zum Blute, Schmach und Hohn.

5. Dein Angst komm uns zugut, wenn wir in Ängsten liegen;
durch deinen Todeskampf lass uns im Tode siegen;
durch deine Bande, Herr, bind uns, wie dir’s gefällt;
hilf, dass wir kreuzigen durch dein Kreuz Fleisch und Welt.

6. Lass deine Wunden sein die Heilung unsrer Sünden,
lass uns auf deinen Tod den Trost im Tode gründen.
O Jesu, lass an uns durch dein Kreuz, Angst und Pein
dein Leiden, Kreuz und Angst ja nicht verloren sein.

Fürbitten:
I: Jesus Christus, gekreuzigter und auferstandener Herr, wir sehen dein Kreuz. Du gehst den Weg der Hingabe und des Leidens. Du verzichtest auf alle Macht. Du lässt dich hineinziehen in das Elend der Welt. Höre unsere Bitten:
II: Wir sehen dein Kreuz und erkennen die Bosheit und den Unfrieden der Welt. Lass uns nicht wegschauen, wenn Unrecht geschieht. Hilf uns, eigenes Lied anzunehmen und fremdes Leid mitzutragen.

Vaterunser..........................Pusten Sie danach die Kerze aus.

Segen: Gott segne dich und behüte dich. Gott lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig. Gott erhebe sein Angesicht auf dich und schenke dir – und mit dir seiner ganzen Welt Frieden. Amen
zu den Fotos

Osterimpuls am Gründonnerstag: Todesangst

Eingang: 01.04.2021, Veröffentlicht: 01.04.2021

Osterimpuls am Gründonnerstag: Todesangst
Das obige Bild zeigt einen Aussschnitt aus dem Video.

Das folgende Video zeigt den Osterimpuls am Gründonnerstag: Todesangst:.

Das folgende Video kann mit PLAY(Dreieck) abgespielt werden:


Die Kirchengemeinde Coppengrave dankt Herr Gilsbach für die Genehmigung diese Osterimpulse auf unserer Gemeindehomepage zeigen zu dürfen.
Das Video diese Osterimpulses zum Gründonnerstag trägt den Titel: "Todesangst".

Mitwirkende: Text: Markus von Hagen, Pantomime: Christoph Gilsbach, Kamera: Nina Romming

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